Gartenkalender_September - Kleingärtnerverein Seelrode e.V. Hannover

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Gartenkalender
Monat September
    
          
        
          
              
          
                  

Was ist im September zu tun...

    • Quer durch den Garten
    September gilt als zuverlässigster Schönwettermonat und wird dieser Rolle tatsächlich oft gerecht - hoffentlich auch dieses Jahr. Doch selbst nach sonnig-warmen Frühherbsttagen werden die Nächte schon recht kühl und in Höhenlagen muss man gegen Ende des Monats schon mit ersten Nachtfrösten rechnen. Wer vieles neu anlegen oder pflanzen möchte, hat jetzt reichlich zu tun. Vor allem die Herbstpflanzungen von Gehölzen sollten frühzeitig angegangen werden, vom Erkunden nach geeigneten Arten und Sorten bis zur gründlichen Bodenvorbereitung an den Pflanzplätzen.
    Blumenwiesen, die im Juli geschnitten wurden, können nun noch einen zweiten Schnitt vertragen, wenn es nötig ist.

    Achtung, Samenvermehrung! Auch wer sich sonst an ein paar Pflänzchen in den Beeten nicht stört, sollte alle samentragenden Unkräuter früh und gründlich entfernen. Vor dem Kompostieren in einer Tonne verjauchen lassen oder wenigstens in die Mitte des Komposthaufens einbringen, wo die höchsten Rottetemperaturen den Unkrautsamen zusetzen.
    Das Vertikutieren und Aerifizieren (Belüften durch Löchern) tut dem Rasen jetzt noch einmal richtig gut. Am einfachsten geht das mit motorbetriebenen Geräten, die man sich vielerorts im Gartenfachhandel ausleihen kann.

    Setzen sie im Sommer aufgesetzten Kompost jetzt noch einmal um, wenn er deutlich zusammengesunken ist. Fertiger Kompost mit etwas gröberen Bestandteilen kann jetzt gut als Wintermulch verwendet werden, ansonsten empfiehlt sich der Einsatz eines Durchwerfsiebs.

    • Blumen und Stauden
    Sehen Sie sich bald nach zweijährigen Sommerblumen um, falls Sie nicht selbst Pflanzen vorgezogen haben. Achten Sie beim Kauf vor allem auf gut entwickeltes, gesundes Wurzelwerk.
    Wer's im August nicht geschafft hat: Noch können Madonnenlilien und Narzissen gepflanzt werden, die Zwiebeln müssen aber nun wirklich bald in die Erde kommen. Nur bei den Trompennarzissen, den eigentlichen Osterglocken, hat's noch etwas Zeit, sie gedeihen selbst bei Oktoberpflanzung gut.
    Binden Sie üppige Herbststauden auf bzw. zusammen, falls Sie noch nicht dazukamen, und entfernen Sie weiterhin Verblühtes. Die Spätblüher sind jetzt das wichtigste "Kapital" im Blumengarten und verdienen besonders intensive Pflege.

    Gartenchrysanthemen für die Vase schneidet man gleich nach dem Aufblühen. Zinnien, die sich als Zimmerschmuck ebenfalls sehr schön machen, werden dagegen in voller Blüte geschnitten.
    Stockmalven (Alcea) können jetzt noch gepflanzt werden. Verteilt man sie in kleinen Gruppen auf dem Grundstück, verleihen sie dem Garten ab nächstem Frühsommer einen Hauch von Bauerngarten.
    Zu den ersten Stauden, die im Herbst gepflanzt werden, zählen Pfingstrosen, Bartiris und Staudenmohn. Sie sollten möglichst im warmen Boden gut einwurzeln können.
    Den Sommer konservieren - Blumen zum Trocknen sowie zierende Fruchtstände und Gräser schneidet man am besten um die Mittagszeit. Zu Sträußen gebündelt, werden sie an einem luftigen, schattigen Ort aufgehängt.

    • Sträucher und Bäume
    Entfernen Sie bei öfter blühenden Rosen nach wie vor regelmäßig alle verwelkten Blüten. Noch kann sich neuer Flor entfalten, der bis zu den ersten stärkeren Frösten andauert.
    Jetzt sind die Zikaden unterwegs, die die gefürchtete Knospenbräune an Rhododendren übertragen. Sie lassen sich gut durch gelbe Leimtafeln, die man bis Mitte Oktober hängen lässt, bekämpfen.
    Die Larven mancher Gehölzschädlinge, z. B. von Miniwespen und einigen Motten, fressen sich im Hebst noch einmal richtig satt, um dann auf oder in dem Boden zu überwintern. Macht man sich die Mühe, nun regelmäßig befallene Blätter an Sträuchern und Bäumen zu entfernen, kann man so mancher Massenvermehrung im Frühjahr vorbeugen. Auch das Falllaub stark schädlingsgeplagter Gehölze sollte später gründlich beseitigt werden.

    Nutzen Sie bei Immergrünen die günstige Stecklingsvermehrungszeit, die noch bis Oktober andauert. Gerade bei Pflanzen, von denen größere Mengen gebraucht werden, etwa Bodendecker wie Zwergmispel (Cotoneaster) und Heckenpflanzen, kann sich das lohnen. Beim Schneiden oder Abreißen von den Mutterpflanzen sollte immer ein Teil des alten Holzen am Steckling verbleiben.
    In etwa einem Monat beginnt die Hauptpflanzzeit für laubabwerfende Sträucher und Bäume. Wählen Sie möglichst standortgerechte Arten und Sorten und bestellen Sie frühzeitig geeignete Pflanzware.
    Holunder, Hagebutten, Zierquitten - manche schöne Sträucher liefern nebenbei auch verwertbare Früchte. Einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt haben die jetzt ebenfalls erntereifn Beeren des Sanddorns. Die essbaren Früchte der Mährischen Eberesche sind gleich zu Beginn der Reife im September/Oktober am vitaminreichsten.

    • Gemüse, Kräuter, Obst
    "Williams Christ", die wohl beliebteste Birnensorte, sollte Anfang September geerntet werden, auch die "Gute Luise" kommt bald vom Baum; Birnen immer pflücken, wenn sie noch hart sind.
    Aktuelle Gemüsesaaten im Freiland: Pflück- und Schnittsalat, Radieschen, Rettich, Feldsalat und Spinat. Je nach Lage und Wetter kann man bei ihrer Aussaat bis Mitte des Monats noch eine gute Herbsternte erwarten.
    Erdbeeren bilden nun schon die Blütenanlagen fürs nächste Jahr und sollten bei Trockenheit gewässert sowie mit reifem Kompost oder Dünger versorgt werden.
    Häufeln Sie Winterlauch bald an, um lange, helle Stangen ernten zu können. Das Anhäufeln ist auch bei Grünkohl und anderen Spätkohlarten empfehlenswert.

    Wenn nicht alles auf einen garstigen September hindeutet, nutzt man für die Tomatenreife die letzten schön Tage aus; vor kühleren Nächten mit Folie bzw. Folienhauben versehen.
    Im laufe des September werden einige gern angebaute Apfelsorten reif, zunächst "James Grieve", "Gravensteiner" und "Oldenburg", gegen Monatsende dann "Berlepsch" und "Goldparmäne".
    Salate, Radieschen, Herbstkohl, Möhren, Lauch ernten, da macht Gärtnern richtig Freude. Buschbohnen und Gurken erntet man bis spätestens Ende des Monats, anderes Fruchtgemüse kann bei trocken-warmen Herbstwetter noch etwas reifen. Neben Nachtfrösten schadet auch kräftiger Dauerregen; wenn er sich einstellt, hat es keinen Zweck, Tomaten & Co. länger hängen zu lassen.
    Bringen Sie jetzt schon an Birnbäumen und zugehörigen Stützpfählen Leimringe an, um ein Hochkriechen des Birnenknospenstechers zu vermeiden.

Quelle:kgv-no53
    
          
        
          
              
          
                  

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