Gartenkalender_Juni - Kleingärtnerverein Seelrode e.V. Hannover

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Gartenkalender
Monat Juni
    
          
        
          
              
          
                  

Was ist im Juni zu tun...

  • Quer durch den Garten
Das wichtigste Gartenarbeitsmotto für den Juni: Vergessen Sie bei all den anliegenden Verrichtungen nicht, Ihren Garten zu genießen! Diese Arbeitsanweisung können Sie natürlich gleich umsetzen, indem Sie am blütenreichsten Platz schon mal einen Gartenstuhl platzieren, um für den erstbesten warmen Tag gerüstet zu sein.

Nach wie vor sollte der Rasenmäher einen Bogen um Pflanzgruppen von Tulpen & Co. machen, bis die Pflanzen vollständig eingezogen haben - sonst könnte die nächste Blüte mau ausfallen.
Nach mehreren warmen, trockenen Tagen kann der Wasserspiegel im Teich schon um einigeZentimeter absinken. Zum Wiederauffüllen lässt man Leitungswasser stets langsam, nur mitschwachem Druck zulaufen.
Gründüngung, für ungenutzte Flächen jederzeit anzuraten, muss kein dröge Angelegenheitsein. Nun ist ein guter Termin, um zu diesem Zwecke blühende Mehrzweckpflanzen wieRingelblumen und Sonnenblumen auszusäen. Sonnenblumen bilden reichlich Masse, diespäter dem Boden zugute kommt, und Ringelblumen beugen Nemathoden (Älchen) vor. Bereits im Frühjahr gesäte Gründüngung wird abgemäht, sobald sie blüht.

Für Neueinsaaten von Rasen oder Blumenwiesen wird's jetzt allmählich eng, soll heißen: zu trocken. Wer es im Laufe der nächsten Woche nicht schafft, wartet besser bis Ende Augustoder September.
Wie der sagenhafte Drache, dem für jeden abgeschlagenen Kopf zwei nachwachsen, kommteinem so manches Unkraut vor. Quecken, Winden; Hahnenfuß & Co. bekämpft man optimalnur durch komplettes Ausstechen oder -graben mitsamt dem letzten Wurzelrest, was jedoch nicht immer möglich ist. Als zweitbeste Lösung bleibt dann das geduldige, beständigeEntfernen jedes Neuaustriebs. Diese schlichte, langfristig erfolgreiche Methode nennt man auch Aushungern.

Wer unbedingt das " Golf-Green " vor der Haustür haben will, muss nun ständig mähen und beregnen. Wer lieber Wasser spart, lässt den Rasen an heißen Tagen etwas höher stehen, schneidet ihn auf 6-8 cm und bewahrt ihn so vor allzu schnellem Austrocknen. Blumen und Stauden Die hübschen Sommerastern ( Callistephus ) können noch Anfang Juni gepflanzt werden. Sieblühen dann ab Juli bis in den Herbst hinein.
Gemswurz lässt sich nach der Blühte gut durch Teilung vermehren. Auch Neupflanzungen dieser fröhlichen gelben Frühjahrsstaude kann man jetzt vornehmen.
Durch leichtes Zurückschneiden der Triebe lassen sich mehrjährige Gartenchrysanthemen zu kräftigerem Wuchs anregen.

Abgeblühte Polster der Gänsekresse kann man bis um die Hälfte zurückschneiden, ebenso verfährt man mit Polsterphlox. Der liefert dann sogar oft nochmals einen zweiten Flor imHerbst.
Nach vollständigem Einziehen des Laubes gräbt man Hyazinthenzwiebeln aus und lagert sie bis zum Wiedereinpflanzen im Herbst an einem kühlen Ort. Tulpen und Narzissen nimmt man dagegen nur auf, wenn die Blüte nachlässt oder wenn man Tochterzwiebeln neu verpflanzen will.
Eine kleine Gartenaktion, die man auch schnell nach Feierabend durchführen kann: Wenn Sie regelmäßig Verwelktes entfernen, blühen Stauden und Sommerblumen meist umso reicher nach.
Bei hochwüchsigen Sommerphlox und anderen Stauden ohne grundständige Blattrosette kann man - ähnlich wie bei Gemüse - die Erde an der Stielbasis leicht anhäufeln. Das erhöht die Standfestigkeit.

  • Sträucher und Bäume
Heute beginnt der Rosenmonat schlechthin. Den Rosen kann man ebenso wie Obst und anderen Sträuchern mit einer Mulchdecke zu Füßen etwas Gutes tun. Andernfalls muss der Boden unter den Büschen regelmäßig gelockert werden. Bei Trockenheit möglichst zielgenau in den Wurzelbereich wässern; Blattnetzung kann Pilzkrankheiten fördern.
Rhododendren können jetzt bei trockenem Wetter kräftig Wassergaben vertragen. Sie dürfen jedoch nicht mit kalkhaltigem Wasser gegossen werden, das Nass aus der Regentonne bekommt ihnen am besten. Ebenso verhält es sich mit Freilandkamelie, Schattenglöckchen und allen anderen Sträuchern, die nur an bodensauren Standorten gedeihen.

Der Moniliapilz kann nicht nur bei Obstgehölzen, sondern auch beim Mandelbäumchen die gefürchtete Spitzendürre hervorrufen. Gelegentlich befällt er zudem Forsythien und Zierquitten. Auch hier schneidet man welkende und abgestorbene Spitzen 10-20 cm tief ins gesunde Holz zurück.
Gelbe Blätter mit grünen Blattadern sind ein deutliches und bei Rosen häufiges Zeichen für Eisenmangel. Ursache: zu hoher Kalkgehalt bzw. pH-Wert des Bodens. Kurzfristig hilft eine Blattdüngung mit Eisenpräparaten; längerfristig Boden verbessern oder Pflanze umsetzen.
Viele Gehölze treiben gegen Ende Juni kräftig aus und haben in dieser Zeit den größten Wasserbedarf. Deshalb vor allem im Frühjahr neu gepflanzte Gehölze nun gut wässern.
Gemüse, Kräuter, Obst Wer geschickt in 2-3 Wochen Abstand sät, dem geht das Frischgemüse den ganzen Sommer nicht aus. Weiterhin sind Freilandsaaten möglich bei: Kopfsalat, Eis und Bindesalat, Radicchio; Mangold; Kohlrabi; Brokkoli und Möhren. Winterlauch, Grünkohl und Spätwirsing können noch bis Monatsmitte Vorgezogen werden.

Schimmert schon verheißungsvolles Rot zwischen den Erdbeerblättern? Erneuern Sie, wenn nötig, die Mulchschicht, um ein Verschmutzen des Erntegutes zu vermeiden. Stark verdreckte; beschädigte oder gar mit Grauschimmel befallene Früchte sollten so früh wie möglich entfernt werden.
Das Anhäufeln von Frühkartoffeln ist Pflicht, um ein Vergrünen der Knollen zu vermeiden, bei Lauch sorgt es für weiße Schäfte. Doch auch bei Tomaten, Kohl und Erbsen empfiehlt sich dieses Verfahren. Die Standfestigkeit wird verbessert, oft bilden sich am Spross zusätzliche Wurzeln.
Ausgeizen der Tomatenpflanzen: So genannte Geiztriebe, die in den Blattachseln von hoch wachsenden Stabtomaten entspringen, bricht man nun regelmäßig aus. Bei Buschtomaten ist diese Maßnahme nicht nötig.

Herbst und Wintervorsorge im Gemüsebeet: Rosenkohl und Herbstlauch spätestens jetzt pflanzen. Grünkohl hat noch Zeit bis Anfang August, kann aber im Juni schon gesetzt werden. Entfernen Sie bei der Ernte von Erdbeeren, Kirschen und Strauchbeerenobst gleich auch alle beschädigten, überreifen oder gar kranken Früchte, um Pilzbefall und Pilzvermehrung vorzubeugen.

Quelle:kgv-no53
    
          
        
          
              
          
                  

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