Gartenkalender_August - Kleingärtnerverein Seelrode e.V. Hannover

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Gartenkalender
Monat August
    
          
        
          
              
          
                  

Was ist im August zu tun...

  • Quer durch den Garten
Erneuern Sie immer wieder den Mulch zwischen Beetpflanzen und unter Gehölzen. Rasenschnitt sollte man nur etwa fingerdick aufbringen oder mit gröberen Materialien mischen. Gerade bei warmen Wetter verrottet das Gras sehr schnell, aber der Mäher sorgt ja für regelmäßigen Nachschub.
Abgeräumte Beete und Flächen, die erst im Frühjahr wieder genutzt werden sollen, erhalten jetzt eine Gründüngungseinsaat. Lupinen, Phacelia, Senf, Ölrettich und Ringelblume frieren über Winter ab; Winterwicke, Luzerne und einige andere sind winterhart und werden im zeitigen Frühjahr abgemäht.
Präsentiert sich der Rasen nach dem Urlaub als wüchsige Wiese, sollte man ihn nicht gleich mit Gewalt abrasieren, sondern die Sache in zwei bis drei Mähintervallen angeht. Dabei beginnt man zunächst im Schongang, mit der höchsten Schnittstufe, die der Mäher bietet.
War's im Juli nicht möglich, die Blumenwiese zu mähen, kann man das jetzt immer noch nachholen. Ein zweiter Schnitt im Herbst wird dann - je nach Boden, Wiesenmischung und Wetter - eventuell gar nicht mehr nötig.

Kompost, der im Frühsommer aufgeschichtet wurde, kann man nun umsetzen. Das bringt Luft ins Abbaumaterial und beschleunigt die Rotte. Außerdem lässt sich nun gut der nächsten Schneckengeneration vorbeugen, indem man möglichst viele Eigelege abliest und entfernt. Blumen und Stauden
Pfingst- und Federnelken schneidet man nach der Blüte um etwa ein Drittel zurück, ebenso den Feinstrahl. Anders als die Nelken wird er danach mit Kompost versorgt und erfreut dann häufig nochmals mit einem Flor im September.

Wer Zweijährige in Schalen ausgesät hat, darf jetzt das Pikieren nicht vergessen, bei Aussaat in Freilandbeete wird vereinzelt. In Gegenden mit kalten Wintern pikiert man Maßliebchen ( Bellis ) in Töpfe, um sie später geschützt zu überwintern, wie es generell auch bei Goldlack üblich ist.
Mit 20 cm Abstand werden jetzt zweijährige Bartnelken und Landnelken direkt aufs Beet gepflanzt. Auch vorgezogene Stiefmütterchen kann man schon auf ein Freilandbeet setzen, die endgültige Pflanzung erfolgt erst im Oktober.

Wenn Platz im Staudenbeet ist, kann die hübsche Bergflockenblume ( Centaurea montana ), ausdauernde Verwandte der Kornblume, gepflanzt werden.
Pfingstrosen lässt man erfahrungsgemäß ungestört, dann gedeihen sie immer am besten. Wird doch einmal ein Teilen oder Verpflanzen nötig, geschieht dies am besten im August oder Anfang September.
Viele Sommerblumen im Beet wachsen und blühen jetzt noch kräftig bis in den Herbst hinein, was man durch gezielte Düngergaben unterstützen sollte.
Ist die Pracht in Staudenbeet schon dahin? Oder gab's im Sommer unschöne Lücken? Planen Sie jetzt Neupflanzungen und bestellen Sie eventuell Staudenjungpflanzen, denn ab Mitte September ist ein günstiger Pflanzzeitpunkt für die meisten Sommer- und Herbstblüher.

  • Sträucher und Bäume
In Trockenperioden empfiehlt es sich, auch mal Bäume und anspruchslosere Sträucher gründlich zu wässern, 40 bis 50 Liter pro qm sind nicht zu viel, reichen dann aber auch für einige Zeit.
Deutzien und Weigelien werden nach der Blüte am besten jährlich ausgelichtet und von alten Ästen befreit. So bleiben die Sträucher ansehnlich.
Rhododendren werden an heißen Tagen nochmals kräftig gegossen, das fördert die Blütenbildung fürs nächste Jahr.

Da helle Mauern das Sonnenlicht reflektieren, stehen Gehölze vor ihnen besonders warm. Im Frühjahr und Herbst ist das sehr günstig, im Sommer allerdings muss hier häufiger gegossen werden. Rosen sind an solchen Plätzen sehr anfällig für Schädlinge und Krankheiten.
Auch mit dem Sommerstecklingsschnitt von laubabwerfenden Gehölzen wartet man nicht mehr allzu lange, im Herbst geschnittene Stecklinge bewurzeln meist schlecht.
Jetzt ist ein guter Schnitttermin für immergrüne Hecken, z.B. aus Lebensbaum, Fichte, Eiben, Feuerdorn oder Liguster. Man schneidet immer so, dass die Hecke im Querschnitt unten breiter sind, sich also nach oben verjüngen. Das verhindert ein Verkahlen im unteren Bereich.
Hohe Säulenwacholder neigen öfter zum Auseinanderfallen, sodass man die Triebe zusammenbinden muss.

  • Gemüse, Kräuter, Obst
Bei Sauerkirschen, besonders bei Schattenmorellen, ist nach der Ernte ein kräftiger Rückschnitt angebracht. Man schneidet die abgetragenen Zweige bis zu Jungtrieben an ihrer Basis zurück.
Nun werden die Erdbeerausläufer abgetrennt und neu verpflanzt: in zuvor tiefgründig gelockerten Boden. War das Beet vorher belegt und muss jetzt auf die Schnelle vorbereitet werden, wartet man besser noch ein wenig mit der Pflanzung, bis sich die Erde gesetzt hat, damit die Ausläufer gut einwurzeln.
Bei Kohlrabi und Grünkohl könnte es jetzt gerade noch so für eine gute Ernte reichen, wenn man vorher nicht zum Pflanzen kam. Sicherer gelingen Winterlauch, Kopfsalat, Endivie und Chinakohl, die man noch bis Mitte des Monats setzen kann.

Bei bereits tragenden Kiwis werden nun alle Triebe, die Früchte tragen, eingekürzt, und zwar so, dass hinter der Fruchtansatzstelle noch 4 bis 6 Blätter verbleiben.
Für Feldsalat und Spinat, der bereits im Herbst geerntet werden soll, ist jetzt Aussaattermin. Spätestens bis Ende des Monats sollten draußen die letzten Herbstrüben und Rettiche gesät sein. Die Schnellentwickler Radieschen und Gartenkresse lassen sich noch bis in den September hinein säen.
Ernten Sie Wurzelgemüse wie Möhren, Rettich und Rote Bete nicht reihenweise ab, sondern nehmen Sie zuerst die dicksten Rüben. Die im Beet verbleibenden legen noch um einiges zu.

Quelle:kgv-no53
    
          
        
          
              
          
                  

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