Gartenkalender_April - Kleingärtnerverein Seelrode e.V. Hannover

Direkt zum Seiteninhalt
Gartenkalender
Monat April
    
          
        
          
              
          
                  

Was ist im April zu tun...

  • Quer durch den Garten
Soweit im März noch nicht geschehen, werden Mulchdecken auf noch leeren Beeten, ebenso zwischen Stauden entfernt. Das dient nicht nur der Bodenerwärmung, sondern beugt auch Schneckenplagen vor, die sich an feuchten Frühjahrstagen schnell zu Katastrophen auswachsen.
Ist der Rasenmäher fit für den ersten Schnitt? Das nun recht hohe Gras wird gleich ein richtiger Härtetest. Dann rächen sich unsanft alle Versäumnisse bei der Wartung.

Hilfe, die Schnecken kommen! Wer ohne Gift gegen die gefräßigen Weichtiere vorgehen will, muss vor allem ständig die Augen offen halten und die Viecher absammeln (und sie dann mit kochenden Wasser übergießen oder in den Wald tragen). Unter ausgelegten Brettern oder Säcken findet man sie am einfachsten, weil sie solche Verstecke lieben. Am zuverlässigsten hilft ein Schneckenzaun, mit dem man freilich nur einzelne Beete schützen kann. Recht wirkungsvoll ist ein neues, völlig ungiftiges Mittel mit dem Wirkstoff Eisenphosphat (im Fachhandel erhältlich).
Wo keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind, werden jetzt nach und nach wieder Zapfstellen, Brunnen und Pumpen sowie Regentonnen in Betrieb genommen.

Vor der Neuanlage von Gartenteilen und Beeten kann man sie gar nicht genug empfehlen: eine Gründüngungsaussaat mit Lupinen, Klee; Ölrettich, Senf und entsprechenden Gemengen. Die Wurzeln der Pflanzen schließen den Boden auf und reichern ihn nach dem Verrotten mit Nährstoffen an. Übrigens auch eine prima Lösung, wenn man ein Jahr zu wenig Zeit hat, um alle Beete zu bestellen.
Folien über Gemüse- und Blumensaaten schützen nicht nur vor Kälterückfällen, sondern auch vor hungrigen Vögeln, die sich leider nicht immer überreden lassen, nur Schädlinge zu fressen. Auch Vogelschutznetze, richtig ausgelegt, helfen. Und die gute alte Vogelscheuche wird heute schon in poppig-bunten Design als Gartendekor verkauft.

Nach einen paar warmen und trockenen Tagen, wie sie im April häufiger vorkommen, haben nicht nur die Gartenpflanzen Durst. Eine Vogeltränke hilft gefiederten Besuchern und kann bei geeigneter Ausführung auch als Gartendekoration und Blickfang eingesetzt werden.
Wie so vieles verlangt auch das Unkrautjäten Regelmäßigkeit: Besser jeden Tag mal ein Beet oder eine Ecke vornehmen, als sich dann am Wochenende stundenlang mit bereits etabliertem Wildwuchs herumzuärgern.

  • Blumen und Stauden
Noch können viele Stauden geteilt und verpflanzt werden, in erster Linie die Herbstblüher und mehrjährige Gräser. Bei Storchschnabel-Arten (Germanium), die ab Mai blühen, sollte diese Arbeit nicht mehr allzu lange hinausgeschoben werden. Wenn Sie jetzt drinnen in Aussaatschalen Stockmalven vorziehen, können Sie Mitte Mai gut entwickelte Pflanzen setzen, die noch dieses Jahr blühen. Im Sommer gesäte Stockmalven kommen erst im darauffolgenden Jahr zur Blüte. Weiterhin können Sommerblumen vorgezogen werden. Beachten Sie, dass Kosmeen (Schmuckkörbchen), Levkojen u.a. Lichtkeimer sind und nur leicht oder gar nicht mit Erde bedeckt werden dürfen. Angaben hierzu finden Sie üblicher weise auf den Samentüten.
Nach Blüte und Einziehen der oberirdischen Pflanzenteile lassen sich frühe Krokusse und Winterlinge durch Teilung der Knollen bzw. Knollenklumpen vermehren. Gleich wiedereinpflanzen. Von Schneeglöckchen und Blausternchen kann man einfach ganze Trupps mitdem Spaten abstechen und verpflanzen.
Sie wollen es dieses Jahr mal mit der eigenen Staudenaussaat, z.B. von Rittersporn, probieren? Dann wird's jetzt höchste Eisenbahn, sortenechtes Saatgut zu besorgen und in Schalen auszusäen.
Einige Sommerblumen können schon direkt aufs Beet gesät werden: Kornblumen, Strohblumen, Bechermalve, Kosmeen, Sonnenblumen sowie Ringelblumen.

Die frühen Osterglocken werden es mancherorts nicht ganz geschafft haben, bis zum namengebenden Termin durchzublühen. Verblühtes wird entfernt, doch das verwelkte Laub muss man ihnen bis zum Einziehen unbedingt belassen. Dasselbe gilt für großblumige Krokusse, Tulpen und Hyazinthen.
Sträucher und BäumeBis zum Austrieb sind Pflanzungen abwerfender Gehölze noch gut möglich, doch nimmt man nun besser ballierte Ware statt wurzelnackte Pflanzen. Draht- oder Kunststoffnetze, die den Wurzelballen umgeben, muss man natürlich entfernen. Ballentücher dagegen werden lediglich nach dem Einsetzen in die Pflanzgrube aufgeknotet und verrotten allmählich.
Der Winterjasmin verträgt nach der Blüte einen Rückschnitt, falls das nötig ist. Dasselbe gilt für den nun meist abgeblühten Duftschneeball.

Steckhölzer von Laubgehölzen wie Hartriegel oder Forsythie, die im Winter geschnitten wurden, steckt man jetzt an den zuvor gut gelockerten Pflanzstellen. Dabei kommen etwa zwei Drittel des Holzes unter die Erdoberfläche, nur die oberen Augen (Knospen) bleiben sichtbar und sollen neue Austriebe bringen.
Ein guter Termin für die Rosenpflanzung. Vorher sollten die Pflanzen jedoch wenigstens 12 Stunden in einem Wasserbad stehen, sofern nicht Containerware gekauft wurde. Achten Sie beim Einsetzen darauf, dass die Veredelungsstelle etwa 5 cm unter die Erdoberflächekommt. Zum Schluss gründlich wässern.
Düngetermin für Rosen und Rhododendren, bei letzteren mit Spezialdünger. Bei guter, regelmäßiger Kompostversorgung sind nicht unbedingt Mineraldüngergaben nötig. Am besten werden die Sträucher jetzt gleich auch gemulcht.

Ein Rückschnitt von Hängekätzchenweiden direkt nach der Blüte fördert die Bildung neuerKätzchenblüten fürs nächste Jahr.
Gemüse, Kräuter, Obst. Wer Tomaten und Paprika im Warmen vorziehen will, muss sich jetzt sputen. Auch bei Sellerie und Brokkoli lohnt die Aussaat unter Glas bald nicht mehr, dafür sind jetzt Gurken, Zucchini und Kürbis an der Reihe.
Der Schnitt von Pfirsich- und Aprikosenbäumen ist noch bis kurz vor der Blüte möglich.

Vorzugsweise ins Frühbeet oder mit Folienschutz werden jetzt draußen gesät: Kohlrabi, Brokkoli, mittelfrüher und später Weiß-, Rot-, Wirsingkohl zum späteren Verpflanzen sowie Herbstlauch. Ab Mitte des Monats ist dann auch schon Rosenkohl für die Herbsternte an der Reihe.
Falls gerade der Winter noch einen letzten Besuch abstattet, sollte man mit der Kräutersaat noch etwas warten. Doch ansonsten können Borretsch, Dill, Kerbel, Kresse, Petersilie nun draußen gesät werden, gegebenenfalls mit Folienschutz.

Im März vorgekeimte Frühkartoffeln jetzt in die Erde. Vorsicht die zarten Keime brechen leicht ab.
Statt mit der Bohnenaussaat bis Mitte Mai zu warten, kann man sie bereits drinnen in Töpfen vorziehen. Der Wachstumsvorsprung verhilft zu einer früheren Ernte.
Kräuter unter- oder bei Obstgehölzen halten durch ihren intensiven Duft so manchen Schädling fern. Empfehlenswert sind Schutzpflanzen mit Salbei, Zitronenmelisse, Oregano und Weinraute. Ab Mai können Thymian und Rosmarin dazu gesetzt werden.

Eins der nützlichsten Gartengeräte ist jetzt die kleine Handhacke bzw. ein Minikultivator zum " zielgenauen " Lockern und Jäten zwischen den Gemüsereihen. Regelmäßiges Aufbrechen der Erdoberfläche mindert die Verdunstung und beugt Schnecken wie Erdflöhen vor.

Quelle:kgv-no53
    
          
        
          
              
          
                  

© Copyright 2008 - 2021 by Kersten Studenski und Vereinsvorstand
1. Vorsitzender : Ekkehard Huch
2. Vorsitzender : Björn Bierkamp
Zurück zum Seiteninhalt